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Irgertsheim (aby) Nach langwierigen Planungen und
einer Bauzeit von zehn Monaten wurde im Rahmen eines
„Tages der offenen Tür“ der erste Abschnitt des
Erweiterungsbaus der Grundschule Irgertsheim der
Öffentlichkeit präsentiert. Dabei hatten auch die
Schüler die Möglichkeit, ihre Arbeiten aus dem Kunst-
und Werkunterricht zu präsentieren.
Bei strahlendem Sonnenschein gab es auch für die
Schulleiterin Friederike Tyroller viel Anlass zum
Lächeln. So zeigte sich die erfahrene Pädagogin mit dem
neuen Gebäudeteil an sich sehr zufrieden. Neben hellen
und freundlichen Umkleidekabinen, getrennt für
Schülerinnen und Schüler, darf sich die Rektorin auch
über ein neues Büro sowie über ein großzügiges
Besprechungszimmer freuen. Auch die mit sonnengelben
Elementen akzentuierte Fassade trifft den Geschmack
sowohl der Irgertsheimer Schüler als auch des
Lehrerkollegiums.
Insgesamt sieht Tyroller durch die verhältnismäßig hohen
Investitionen der Stadt Ingolstadt den Schulstandort im
westlichsten Stadtteil gestärkt. In Irgertsheim
unterrichten zwölf Lehrkräfte in Voll- und Teilzeit die
insgesamt 90 Schülerinnen und Schüler. Somit ist die
Grundschule an der Fröbelstraße zusammen mit der Schule
in Unsernherrn der kleinste Schulstandort der Stadt.
„Unser großes Plus ist das enge Verhältnis zu Schüler
und Eltern“, betonte die Schulleiterin. In der Tat – bei
sämtlichen Evaluationen konnte die Schule mit Bestnoten
abschneiden. Und auch die Lehrkräfte ziehen laut
Tyroller an einem Strang. „Alles zum Wohle der Schüler“,
fügte sie mit freudigem Blick hinzu.
Weit weniger erfreut zeigte sich Tyroller bei der Frage,
wie es mit dem zweiten Bauabschnitt weitergehe. Dieser
wurde seitens der Stadt bis auf weiteres zurückgestellt.
So müsse neben den Klassenräumen und der Turnhalle auch
das Lehrerzimmer dringend saniert werden. „Langsam macht
sich der Schimmel breit“, lamentierte die Schulleiterin
und deutete dabei auf den seit den 1960er Jahren im
Lehrerzimmer verlegten Teppichboden. Durch undichte
Fenster gelange zudem Regenwasser ins Schulinnere.
Aus pädagogischer Sicht fehlt der Schule ein Lagerraum
für Lehr-mittel. Diese sind derzeit im Ingolstädter
Bauhof untergebracht und müssen deshalb längere Zeit im
Voraus angefordert werden. Eine kurzfristige
Unterrichtsplanung oder gar -umstellung wird dem
Lehrpersonal somit erschwert.
Dass die Qualität des Unterrichts trotz allem nicht
leidet, bewiesen die Schüler in ihren jeweiligen
Klassenräumen. Dort wurden zahlreiche Zeichnungen,
Bastel- und Töpferarbeiten, sowie Unterrichtsprojekte
vorgestellt. Dabei wurde deutlich, auf welch hohem
Niveau sich bereits die Grundschüler auf ihre weitere
Schullaufbahn vorbereiten.
Dies veranlasste Friederike Tyroller dazu, mit Nachdruck
für den Erhalt kleinerer Schulstandorte einzutreten.
„Wir benötigen gerade kleine, ländlich geprägte
Lehreinrichtungen, um auch in Zukunft die hohe Qualität
der bayerischen Primarschulen aufrecht zu erhalten. Die
internationalen Schulvergleiche geben uns dabei Recht“,
unterstrich sie, wobei auch ihr Lächeln zurückkehrte.
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