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Zum zweiten Mal veranstaltete die
Pfarreiengemeinschaft „Communio Ingolstadt West“ eine
Wallfahrt nach Bettbrunn. Die erste gemeinsame Wallfahrt
der Pfarreien Gerolfing, Mühlhausen/Dünzlau und
Pettenhofen/Irgertsheim fand im Jahr 2000 statt, das vom
Vatikan seinerzeit zum „Heiligen Jahr“ erklärt worden
war. Der erste Bittgang der Pfarrei Gerolfing geht sogar
bis auf das Jahr 1680 zurück. Damals wurde
wahrscheinlich ein Gelübde erfüllt, das nach den Wirren
des Dreißigjährigen Kriegs abgelegt worden war.
Die Wallfahrt zur barocken Kirche St. Salvator beruht
auf ein Wunder aus dem Jahr 1125. Ein Hirte warf damals
unbedacht eine Hostie auf den Boden. Diese ließ sich
anschließend nicht mehr bewegen. Auf Geheiß des Bischofs
wurde daraufhin an dieser Stelle eine Sühnekapelle
errichtet, die sich rasch zu einer stark frequentierten
Pilgerstätte entwickelte.
Pfarrer Johann Kauschinger konnte in seiner prächtig
ausgestatteten Kirche über 300 Wallfahrer aus dem
Ingolstädter Westen begrüßen. Etwa die Hälfte der Pilger
machte sich per pedes auf den 30 Kilometer langen Weg
nach Bettbrunn. Kauschinger prangerte in seiner Predigt
an, dass die vielen guten Taten der Menschen – die in
erster Linie aus einer christlichen Motivation heraus
geleistet werden – kaum von der Öffentlichkeit
wahrgenommen werden. Die Glaube bzw. die Kirche sei nur
in den Medien, so der Priester, sobald es um Skandale
und Fehltritte einzelner gehe. Die Teilnahme so vieler
Menschen an der Wallfahrt sei aber ein Beweis dafür,
dass dennoch viele Menschen den Glauben wieder in den
Mittelpunkt rücken und sogar andere Termine
zurückstellen, so der Geistliche weiter. Pfarrer
Wolfgang Hörl (Gerolfing) fungierte als Hauptzelebrant
beim Gottesdienst. Als Konzelebranten traten Pfarrer
Hans Eichenseer, Pfarrer Thomas Gensberger sowie Pfarrer
Paul Hauber auf.
Im Anschluss an den geistlichen Teil ließen die Gruppen
den Tag mit einem gemeinsamen Essen ausklingen.
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