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Ministerpräsident Horst Seehofer in Gerolfing

 

 


           

 

 
   

 

Drei Schüsse Salut für den neuen bayerischen Landesvater Horst Seehofer. Nein, dies war wahrlich kein gewöhnlicher Sonntag in Gerolfing, dem 5000-Seelen Vorort von Ingolstadt.
Der wohl berühmteste Bürger des Stadtteils stattete zwei Wochen nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten seinem Heimatort einen Besuch ab und wurde von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern herzlich empfangen.
Bereits gegen 9:00 Uhr morgens fanden sich Fahnenabordnungen sämtlicher Vereine im Ingolstädter Westen vor dem Wohnhaus Seehofers in der Gerolfinger Kornstraße ein. Von dort setzte sich der Festzug in Richtung Pfarrkirche St. Rupert in Bewegung, wo bereits Pfarrer Wolfgang Hörl samt Pastoralteam bereit stand. Dabei wurde der ranghöchste Politiker im Freistaat empfangen wie ein Bischof – nämlich mit Weihwasser, das ihm Stadtpfarrer Hörl gereicht hat. In der Messe betonte Pfarrer Hörl, dass Seehofer in seinem neuen Amt die Buchstaben „C“ und „S“ in dem Namen seiner Partei ausreichend berücksichtigen solle. Er müsse die christlichen Werte des Evangeliums beachten und damit einhergehend gerade für die sozial schwachen der Gesellschaft da sein, so Hörl. Gott werde nämlich fragen: „Wem hast du gedient, wen hast du umarmt um meinetwillen?“ Mit diesem Zitat aus dem Matthäus-Evangelium zeigte Hörl auf, was die Kirche von einem bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer erwartet. Einen betont patriotischen Abschluss fand der Gottesdienst mit der Bayernhymne, begleitet von Orgel und Bläsern.
Der Festzug ging weiter in das Sportheim des FC Gerolfing. Dort hatten nun die Politiker das Wort. Neben Seehofers Parteikollegen wie Hans-Jürgen Binner, Hans Achhammer, Johann Süßbauer, Stefan Winkelmayr, Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann sowie die neu ernannte Staatsministerin Christine Haderthauer kamen auch Vertreter der Opposition bzw. der Koalitionspartner zu Wort. Christel Ernst von der FDP betonte die gute Zusammenarbeit die bereits in den letzten Jahren auf kommunaler Ebene stattgefunden hat. Der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Werner aus Pettenhofen zeigte sich trotz aller politischen Gegensätze grundsätzlich zufrieden mit der Personalie Seehofer und lobte dessen Fähigkeit, gerade auf die Probleme der einfachen Menschen einzugehen. Heiter ging es bei der Rede des 3. Bürgermeisters Sepp Mißlbeck zu, der auf die gemeinsame Zeit mit Seehofer in der Vorstandschaft des MTV Ingolstadt zurückblickte. Nicht weniger zu schmunzeln gab es bei der Kabarettistin Sophie Hirsch. Sie freute sich auf den ersten hohen Besuch in Gerolfing. So werde der neue US-Amerikanische Präsident Barack Obama ganz nach JFK von der Wirtshaustreppe verkünden „Ich bin ein Gerolfinger!“. Angela Merkel wird beim Frühstück in Gerolfing sogar den Weg frei machten für einen „Kanzler Seehofer“.
Seehofer selbst dankte schließlich in seinen Ausführungen den Organisatoren des Empfangs, allen voran des Vorsitzenden der CSU Ingolstadt-West Hans-Jürgen Binner. Er umriss auch kurz seine politischen Ziele und fühlte sich von der Predigt von Pfarrer Hörl bestätigt. Es sei immer seine Prämisse gewesen, persönliche Interessen in den Hintergrund treten zu lassen und ausschließlich die Belange der Bevölkerung im Auge zu behalten, so Seehofer. Überschwänglichen Applaus erntete Horst Seehofers Gattin Karin. Sie sei im letzten viertel Jahrhundert immer sein Rückhalt gewesen und er sei ihr zutiefst dankbar, so der Ministerpräsident. So viel Ehrlichkeit dankten die Zuhörer mit stehenden Ovationen. Als der Landesvater sich schließlich noch Zeit nahm, um mit den Anwesenden persönlich ins Gespräch zu kommen, war es wohl auch dem letzten klar – „Wir, der Westen von Ingolstadt, sind Ministerpräsident!“
 

 

 

 

09.11.2008

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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