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Andreas Gegg ist neuer Irgertsheimer Ortssprecher

Eine derartige Kulisse hatte man im Saal des
Irgertsheimer Sportheims schon viele Jahre nicht mehr
gesehen. Am 11. April 2008 fanden sich dort über 200
politikinteressierte Bürgerinnen und Bürger aus
Irgertsheim und den umliegenden Ortschaften sowie
mehrere Stadtratsmitglieder aus dem gesamten Stadtgebiet
ein – und dies trotz quotenstarker Fußballkonkurrenz
durch den FC Bayern München. Grund für den Andrang war
die Wahl des Ortsprechers für den Ingolstädter Stadtteil
Irgertsheim. Nach Artikel 60a der bayerischen
Gemeindeordnung besteht in jedem Stadtteil, das vor dem
18. Januar 1952 noch eine eigenständige Gemeinde war und
zwischenzeitlich durch keinen Mandatsträger mehr im
Stadtrat vertreten ist die Möglichkeit, einen
Ortssprecher zu wählen. Im Vorfeld dieser Wahl hatten
sich mindestens ein Drittel der etwa 620
Wahlberechtigten Irgertsheimerinnen und Irgertsheimer in
entsprechende Listen einzutragen um ihr grundsätzliches
Interesse an einem Ortsprecher zu bekunden. Mit über 270
Unterschriften ist dieses Soll erfüllt worden.
Durch den Wahlabend führte Oberbürgermeister Dr. Alfred
Lehmann. Er betonte die Wichtigkeit des
Ortssprecheramtes innerhalb der Stadtteile. Der
Ortssprecher dürfe an öffentlichen und nichtöffentlichen
Sitzungen des Stadtrates teilnehmen und er sei zudem ein
wichtiger Interessensvertreter der Irgertsheimer
Bürgerinnen und Bürger, so Lehmann. Als Kandidaten
stellten sich Andreas Gegg (CSU) und Willibald Liepold (FW)
zur Wahl. Durch einen Münzwurf wurde bestimmt, dass sich
Willibald Liepold als erster vorstellen durfte.
Liepold betonte, dass er sich unter anderem für eine
Verbesserung der Busverbindungen von und nach
Irgertsheim einsetzen will. Außerdem liegt ihm die Alte
Schule am Herzen. Diese soll wieder als „schönstes“
Gebäude in Irgertsheim erstrahlen. Auch der „Rechtlerwald“
sowie eine Ausweisung eines großen Baugebiets sind
Liepolds Anliegen. Er kündigte an, dass er unabhängig
vom Wahlausgang seine Ämter als Rechtlervorsitzender und
Vorstandsmitglied bei der Seniorengemeinschaft
Pettenhofen-Irgertsheim-Mühlhausen behalten wird.
Andreas Gegg betonte, dass er großen Spaß daran hat für
die Bürgerinnen und Bürger zu arbeiten. Er ist von
vielen Weggefährten ermutigt worden sich für das Amt des
Ortssprechers zu bewerben. Gegg berichtete über seine
politische Laufbahn und über seine langjährige
Funktionärstätigkeit beim SC Irgertsheim. Derzeit ist
Gegg erster Vorsitzender des größten Irgertsheimer
Vereins. Seine Hauptanliegen sind ein Ausbau des
örtlichen Breitbandinternets sowie eine Optimierung der
Busverbindungen. Großen Baugebieten, wie Willibald
Liepold sie fordert, steht Gegg skeptisch gegenüber.
„Man soll in Irgertsheim auf moderates Wachstum setzen“,
sagte der Diplom-Agraringenieur, „nur so lassen sich die
neuen Einwohner auch entsprechend im Ort integrieren“.
Gegg sieht sich als „Brückenbauer“ für die Irgertsheimer,
da er zu zahlreichen Mandatsträgern aus ganz Ingolstadt
gute Kontakte pflegt.
Nach der Vorstellungsrunde rief der Oberbürgermeister
die Anwesenden zum Wahlgang auf. Organisiert wurde die
Stimmabgabe vom Hauptamt der Stadt Ingolstadt.
Amtsleiter Hans Meier war in Irgertsheim mit einem Team
von vier Stadtbediensteten vor Ort. Nach etwa 40 Minuten
war der Wahlgang beendet. Die Auszählung ergab, dass
insgesamt 174 Stimmen abgegeben wurden, wovon eine
Stimme ungültig war. Auf Andreas Gegg entfielen 125
Stimmen (72,3 Prozent) und auf Willibald Liepold 48
Stimmen (27,7 Prozent). Somit ist Andreas Gegg für die
kommende Amtsperiode von sechs Jahren Ortssprecher von
Irgertsheim.

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